Zu dem Thema „Gebet und Evangelisierung“ haben sich von 12. bis 14. Mai 30 Verantwortliche der Jugendpastoral aus 14 verschiedenen neuen Geistlichen Gemeinschaften und kirchlichen Bewegungen bei einem Treffen in Fulda vernetzt. Die Veranstaltung fand zum zweiten Mal auf Einladung der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) statt.

Wir, aus der Oase von Chemnitz, waren mit drei Geschwistern und einer Familie aus Fulda bei diesem Treffen dabei.

„Wie können wir junge Menschen zur Christusbegegnung begleiten, dass sie selbst zu Betenden und Evangelisierenden werden und damit in eine große Freiheit hineinwachsen“, fragte Weihbischof Dr. Christoph Hegge, Weihbischof im Bistum Münster und Mitglied der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, zu Beginn die Teilnehmenden und stellte damit die zentrale Frage des Vernetzungstreffens.

Dr. Michel Remery, Vize-Generalsekretär des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE), stellte in seinem Vortrag „Evangelisierung und Gebet als Vision für Europa“ zunächst Herausforderungen für junge Menschen im heutigen Europa dar. Er betonte dabei besonders die zunehmende Säkularisierung, den Individualismus und die Zukunftsangst Jugendlicher. Dem stellte er einen neuen europäischen Humanismus und zahlreiche Zeichen der Hoffnung in ganz Europa entgegen, die ihm in seiner Tätigkeit begegnen. Zentral ist für ihn dabei die Begleitung junger Menschen. In ihr sei es wichtig, zunächst zu den Jugendlichen selbst hinauszugehen und ihnen zuzuhören. Von dort her ergebe sich dann das eigene Zeugnis, die Erziehung, die Begleitung und letztlich die Evangelisierung.

Die gemeinsame Vision der Evangelisierung wurde auf dem anschließenden Podium weiter aufgegriffen. Weihbischof Dr. Christoph Hegge und Dr. Benedikt Michal, Geschäftsführer der Koordinierungsstelle für die Jugendapostolate der Katholischen Orden und Bewegungen der Österreichischen Bischofskonferenz (JAKOB), legten dort ein eindeutiges Plädoyer für die Einheit der Geistlichen Gemeinschaften ab. Dr. Michal betonte: „Wir müssen als Gemeinschaften dafür beten, dass der Andere Erfolg hat und auch für die Veranstaltungen der Anderen werben. Nur zusammen geben wir ein schönes Bild ab.“

Im weiteren Verlauf der Tagung entwickelten die 30 Verantwortlichen dann gemeinsame Visionen für die Zukunft des Miteinanders der Bewegungen besonders im Bereich der Evangelisierung. Neben der Feier der Hl. Messe am Grab des Hl. Bonifatius im Dom zu Fulda wurde die Tagung durch eine Eucharistische Anbetung von Freitagabend bis Sonntagmittag begleitet, deren einzelne Stunden durch die Teilnehmenden gestaltet wurden.

Paul Metzlaff, Verantwortlicher der afj für die Jugendbewegungen und Organisator der Tagung, zeigte sich sehr erfreut über ihren Verlauf: „Es ist großartig zu sehen, wie die Geistlichen Gemeinschaften und Bewegungen hier in Einheit gebetet, diskutiert und an neuen Visionen für die Jugendpastoral gearbeitet haben. Hier wächst etwas aus dem gemeinsamen Gebet zusammen, woraus großartige Angebote für junge Menschen entstehen werden und die vielfältige Jugendpastoral in Deutschland bereichert wird.“

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